Hausmittel

Halsschmerzen können bei ansonsten gesunden Erwachsenen gut selbst behandelt werden. Es gibt eine ganze Reihe von bewährten Hausmitteln auf die man bei akuten erkältungsbedingten Halsschmerzen zurückgreifen kann.

Warmhalten
Halten Sie den Hals- und Brustbereich warm, denn Wärme fördert die Durchblutung. Auf diese Weise gelangen Antikörper in die Stellen im Körper, an denen sie benötigt werden.
Schwitzen sollten Sie aber vermeiden.

Gurgeln
Durch mehrmals tägliches Gurgeln können Sie Krankheitserreger bereits im Rachenraum wegspülen. Eine verstärkende Wirkung erzielen Sie, wenn Sie eine desinfizierende Lösung zum Gurgeln verwenden. Dazu sind beispielsweise die in der Apotheke erhältlichen alkoholischen Thymianlösungen hervorragend geeignet, da der darin enthaltene Wirkstoff Thymol sowohl gegen Bakterien als auch gegen Viren wirkt. Ein erprobtes Hausmittel aus "Omas Mottenkiste" ist das Gurgeln mit Salzwasser. Am besten nimmt man grobes Meeressalz. Geben Sie dazu etwa einen halben Teelöffel Salz in eine Tasse mit lauwarmem Wasser und gurgeln Sie damit mehrere Minuten. Das Salz desinfiziert und lindert die Schmerzen. Bei Bedarf können Sie dies alle zwei bis drei Stunden wiederholen.
Mit Gurgeln allein sind jedoch tiefere Halsabschnitte nicht zu erreichen. Deshalb sollte man zusätzlich reizlindernde Kräutertees trinken. (s. o.) Um die Wirkung zu verstärken, sollte man zunächst mit dem Tee gurgeln und diesen anschließend einfach herunterschlucken. Auf diese Weise kann jeder Winkel im Rachenraum erreicht werden.

Viel Trinken
Bei Halsschmerzen ist es wichtig viel zu trinken, um die Erkältungsviren auszuschwemmen. Besonders wohltuend für den Hals sind heiße Milch mit Honig oder reizlindernde Kräutertees aus Salbei- Malven-, Huflattich-, Thymian-, Fenchel-, Anis- Eibisch- oder Spitzwegerichblättern. Bewährt haben sich auch alte Hausmittel wie Ziebel-Zucker-Saft. Dazu werden Zwiebeln in Scheiben geschnitten und mit Zucker bestreut. Das Ganze über Nacht ziehen lassen - fertig.
Auch in lauwarmem Wasser verquirltes Eigelb kann Linderung bringen.

Inhalationen
Um den Schleim zu lösen sind Inhalationen besonders effektiv, da
so auch der Bereich des Kehlkopfes gut erreicht werden kann.
Hierzu eignen sich besonders Zusätze aus Heilkräutern wie Kamille (keimtötende und enzündungshemmende Wirkung), Salbei (desinfizierende Wirkung, besonders bei Infektionen im Hals-Rachenraum), Thymian (wirkt keimtötend, schleimlösend und auswurffördernd), Anis und Fenchel (schleimlösende Wirkung).
Auch das Inhalieren von Salzwasser wirkt schleimlösend und befreit Nase und Nebenhöhlen.

Halswickel
Feuchte Wickel haben allgemein einen positiven Einfluss auf das Immunsystem und mobilisieren die körpereigenen Abwehrkräfte. Halswickel wirken entzündungshemmend bei Erkrankungen im Hals- und Rachenbereich. Dabei sollten bei akuten Halsschmerzen kalte Wickel aufgelegt werden, während bei länger anhaltenden Halsschmerzen die Anwendung von warmen Wickeln (ca. 36-37 Grad) besonders wirksam ist. Es gibt zahlreiche Rezepte für die Anwendung von Halswickeln. Hier zwei altbewährte Rezepte:

mit Quark
Der zimmerwarme Quark wird ca. ein Zentimeter dick auf ein Leinentuch aufgetragen. Anschließend werden die Ränder umgeschlagen und das Ganze mit einem dicken Schal fixiert. Der Wickel kann wieder abgenommen werden, sobald der Quark trocken ist.

mit heißen Kartoffeln
2-3 gekochte Kartoffeln zerdrücken und auf ein dünnes Tuch auftragen. Die Anwendung von Kinn bis Hals auflegen. Doch Vorsicht, unbedingt vorher am Unterarm auflegen, um sicherzugehen, dass der Wickel nicht zu heiß ist! Danach den Wickel mit einen Schal abschließen und fixieren. Der Wickel sollten so lange oben bleiben, bis er seine gesamte Wärme wieder abgegeben hat.

 

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